Katholische Kirchen Heidelbergs

Wir über uns

In der Satzung der Gesamtkirchengemeinde Heidelberg heißt es noch heute, daß sie für die ihr angeschlossenen Kirchengemeinden die Ortskirchensteuer einzieht, über Stundung, Erlaß und Niederschlagung entscheidet oder die Beitreibung veranlaßt. Zum Zweck des zentralen Steuereinzuges wurde ausgangs des 19. Jahrhunderts die Gesamtkirchengemeinde Heidelberg mit Kirchensteuerkasse begründet.

Viele Jahre war es in vielen Kirchengemeinden üblich, daß die Kirchengemeinderechnung von einem örtlichen Rechner geführt wurde. Bereits in den 50er Jahren führte der Wunsch nach einer einheitlichen Steuerverwaltung dazu, daß sich das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg entschloß, Verrechnungsstellen zu gründen. So geschah dies auch in Heidelberg. Die Ortskirchensteuer hatte nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 14.12.1965, welches die Kirchenbesteuerung von juristischen Personen für verfassungswidrig erklärte, und nach Abschaffung der Kirchensteuer auf Grundvermögen Mitte der 70er Jahre, keine Bedeutung mehr.

Neue Pastoralstrukturen führten im Jahr 1976 zur Gründung des Stadtdekanats Heidelberg. Um die Partnerschaft zwischen der Kirche und den staatlichen und kommunalen Institutionen zu erleichtern, hat man sich für die Dekanatsgrenzen an der kommunalen Gliederung orientiert. Im Zuge der Dekanatsreform im Jahr 2008 wurden die beiden Dekanate Heidelberg und Weinheim zum neuen Dekanat Heidelberg-Weinheim zusammengefasst.

Während einer 10-jährigen Phase, in der die Bedeutung der Gesamtkirchengemeinde als Gesamtsteuergemeinde und Kirchensteuerkasse langsam verschwand, vollzog sich die Verlagerung der Aufgaben auf andere Bereiche. Am 01.10.1977 wurde dann die Geschäftsstelle der Gesamtkirchengemeinde errichtet.

Die Geschäftsstelle übernahm von der Verrechnungsstelle Heidelberg und von den noch tätigen örtlichen Rechnern die Verwaltung der örtlichen Kirchenvermögen. Heute werden im Auftrag der ihr angeschlossenen 14 Kirchengemeinden, alle Kirchengemeinderechnungen, 17 Kindergartenbetriebs- und zahlreiche Bausonderrechnungen geführt. Für die Kirchengemeinden werden rd. 250 Personalfälle (Mesner, Hausmeister, Pfarrsekretärinnen, Reinigungskräfte, Kirchenmusiker und Erziehungspersonal in den Kindergärten) verwaltet und abgerechnet.

Bei der Gesamtkirchengemeinde selbst sind in den Dienststellen Kirchenbuchamt, Ehe- Familien- und Lebensberatungsstelle, Kinder- und Jugendtreff Hasenleiser, dem Dekanatsjugendbüro sowie dem Museum für sakrale Kunst insgesamt 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt.

Der Geschäftsführer der Gesamtkirchengemeinde ist Herr Michael Malzacher. Die Rechnungsführung/Buchführung für die Pfarreien und Kindergärten wird von Frau Michelle Wolf und Frau Vanessa Gamber-Mechling übernommen. Frau Katharina Weiss ist die Ansprechpartnerin für den Bereich Kindergartenwesen. Neu im Dienstleistungs-Portfolio der Geschäftsstelle ist der zentrale Elternbeitragseinzug. Diese Aufgabe wurde von Frau Martina Schlotthauer und Frau Martina Weiher übernommen. Die Führung der Personalabteilung wird von Frau Kathrin Lucas erledigt. Herr Jochen Dörsam ist der Sachbearbeiter des Gebäudewesens. Die Leitung des Sekretariats liegt in der Hand von Frau Birgit Bothe.

Heute versteht sich die Gesamtkirchengemeinde als Dienstleister für die ihr angeschlossenen Kirchengemeinden. Tätigkeiten wie: das Erstellen der Haushaltspläne und der Jahresrechnungen, die Buchhaltung, die Finanzierung und Abrechnung von Baumaßnahmen, die Bedarfsplanung, Finanzierung und Qualitätsentwicklung im Bereich der Kindergärten, Verhandlungen mit der Stadtverwaltung Heidelberg, das Gebäudemanagement, das Erstellen von Zuschußanträgen und Verwendungsnachweisen, die Ausfertiung von Arbeitsverträgen und die Zahlbarmachung der Gehälter sind das tägliche Brot der Geschäftsstelle.